Samstag, 15. Dezember 2012

15. Dezember

Meine Maastricht Memoiren

Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen diese Stadt zu besuchen. Weil Städte mich grundsätzlich nicht besonders interessieren. Und weil ich nicht die typische Shopping-Queen und Schnäppchen-Jägerin bin. Umso dankbarer bin ich AW, die mich mit auf die Reise genommen und meinen Horizont erweitert hat.



Im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, wie wichtig und wohltuend der Abstand zum Alltag und den eigenen vier Wänden ist. Weil das nicht immer so war, schätze ich es umso mehr, dass ich inzwischen meine Systeme schnell runterfahren kann. Natürlich hilft die erste Dose Prosecco morgens um 10.30 Uhr auf der Autobahn auch dabei!




Maastricht ist eine der ältesten Städte der Niederlande und besitzt eine überaus gepflegte und gut erhaltene Altstadt. Mich fasziniert, dass die größtenteils autofreie Innenstadt komplett mit sehr schönem, groben Kopfsteinpflaster ausgelegt ist. Man beachte auch die runde Straßenecke.
Fahrräder allerorten und gemütliches Korbstuhl-Straßencafe-Feeling. Wenn man aus dem Schneematsch des Siegerlandes kommt, staunt man nicht schlecht. Das Lebensgefühl, der Puls einer fremden Stadt und die ganze Atmosphäre - für mich als, NORMALERWEISE WIRKLICH SELTEN verreisender Mensch, ein Potpourri aus Eindrücken, den es erstmal zu verarbeiten gilt.



Ich habe nicht mitgezählt, in wievielen Läden wir insgesamt gewesen sind, aber es waren sicherlich mehr, als ich sonst in einem ganzen Jahr aufsuche... Es hat Spaß gemacht, den Mädels bei ihrem Klamotten-Stöbern zuzusehen und selbst von jeglichem Druck entbunden zu sein, da meine Größe sowieso nicht auf der Stange hing. Was auch bei Dicken immer geht sind ja Schuhe und Accessoires: Deshalb freue ich mich über einen  wunderschöner Sternen-Loop und schwarze Biker-Boots.





Erholung in einem besonderen Cafe im Stadtteil Wyck: Zondag - das mich an den Charme Marburger Studentenkneipen erinnerte und neben einem interessanten Publikum auch das kleinste Klo der Welt zu bieten hatte. Die Deko war schräg, aber geil. Außerdem hingen dort die gleichen Lampen, wie wir sie zu Hause in der Küche haben. So hinterwäldlerisch scheinen wir dann doch nicht zu sein!






Zurück über die historische Sint Servaasbrug: So charakteristisch wie der Eifelturm für Paris ist, so steht diese Brücke für Maastricht.

Einchecken im Hotel Mabi:
Bis 1994 war dies noch ein Kino. Das spiegelt sich natürlich im Interieur wieder: Bilder von Schauspielern, Filmplakate und kleine cineastische Accessoires huldigen der Vergangenheit des Gebäudes. Froh über unser schönes Zimmer - der Titanic-Raum - haben wir, die Muttis vom Lande (die frisch gestärkte Bettwäsche bewundern) - relaxt. Nur für sich selbst verantwortlich sein. Sehr entspannend.


Da man Donnerstag Abends bis 21 Uhr shoppen kann, ging es nochmal auf die Piste, über einen enttäuschenden Weihnachtsmarkt und in ein nettes, kleines Restaurant. Unterwegs sind wir an der Werkstatt eines Geigenbauers vorbei gekommen. Erfreulich geschmackvoll und im Dunkeln natürlich besonders stimmungsvoll war die Weihnachtsdeko der Stadt.



Und dann, zu meinem großen Entsetzen, lagen wir brav um 22.30 Uhr in unseren Betten und meine Mitreisenden (allesamt jünger als ich) sind EINGESCHLAFEN! Darüber komme ich immer noch nicht hinweg. Aber egal - so haben wir den Preis für eine Übernachtung mit fast 10 Stunden Schlaf ja bestmöglich genutzt. Das Frühstück am nächsten Morgen wäre für mich ein größerer Genuss gewesen, wenn ich nicht von meinem fürchterlichen, allergischen Hausstaubschnupfen geplagt gewesen wäre.

Der Markt Freitag Morgens ist riesig groß (mehr als 375 Stände sagt Google) und abwechslungsreich. Dort habe ich auch erfreulicherweise noch ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin erstanden. Das Abschluss-Shopping war für alle noch mal ergiebig, doch die Krönung des gesamten Maastricht Aufenthaltes bestand aus meiner Sicht im Genuß eines Stückes "Ristretto-Cheesecake" und einem Glas Chaipuccino.


Besonders daran war nicht nur der kurze Genuß des Gaumens (und die langanhaltende Wirkung auf den Hüften), sondern dass sich dieser Geschmacksorgasmus im Cafe einer Buchhandlung ereignet hat, die genialerweise in einer Kirche untergebracht ist. Somit vereinten sich himmlischerweise meine Leidenschaft für Gott, Bücher und Kohlenhydrate in einer irdischen Allianz. Das ist Gnade.

What a life! Was geht es mir gut. Ich kann`s echt nicht kapieren. Ich kann nur staunen, dankbar sein und mich daran freuen. Es gibt ein Zitat dazu, es fällt mir nur gerade nicht ein. Ich hoffe, ich finde es wieder und werde es dann noch nachtragen.


Vorher hatte ich in einem Post über diesen Trip als dekadent und sinnfrei (bitte nicht verwechseln mit sinnlos) geschrieben.
Dekadent - ja. Denn es ist ein Privileg, ein Luxus, nicht selbstverständlich.
Sinnfrei - nein. Denn es macht Sinn, Zeit mit Menschen zu verbringen, mit Freundinnen und Schwestern. Es macht Sinn,  sich daran zu erfreuen, dass man sich gemeinsam an etwas erfreuen kann. Es macht Sinn, in Beziehungen und Freundschaften zu investieren. Denn: für uns alle stand die gemeinsame Zeit im Vordergrund. Ungestörter Austausch über momentane Gedanken, Gefühle und Lebenssituationen.



Wir fahren auf dem bunten Karussell des Lebens. Eine Runde nach der anderen. Manchmal macht es Spaß, manchmal nicht. Für die eine dreht es sich zu schnell, für die andere zu langsam. Manchmal möchte man anhalten und aussteigen. Ein anderes Mal sitzt man auf dem unbequemen Fahrrad und beißt die Zähne zusammen und hält die Runde durch, auch wenn´s weh tut. Man kann aber auch mitfahren, jammern und quatschen obwohl man weiß, wie froh man eigentlich über die Fahrkarte sein sollte. Und das man ja auch mal das Gefährt wechseln könnte. Um eine andere Perspektive zu bekommen. Denn es macht wahrscheinlich einen Unterschied, ob man im Panzer oder im Cadillac unterwegs ist. Dann gibt es die, die momentan scheinbar mühlos auf dem hübschen Pferdchen hin und her geschaukelt wird. Und die ihre Runde genießen kann und darf. Vielleicht weil sie Glück hat. Unverdientes Glück. Geschenktes Glück. Vielleicht weil sie lange Zeit für den Platz auf dem Pferdchen kämpfen musste. Nicht aufgegeben hat. Und sich hat helfen lassen, weil sie alleine nicht hinaufgekommen wäre. Weil sie sich bewußt für das Pferdchen entschieden hat. Vielleicht liegt es auch an den Tabletten gegen Reiseübelkeit, die es erst ermöglichen, dass die Fahrt auf dem Karussell Spaß macht. Wenn dem so ist - was soll´s?!



Adventstagebuch

1. Erstmal aufgeräumt. Die Spuren meiner ca. 30 stündigen Abwesenheit beseitigt.
2. Mich an meinen Kindern erfreut, bis sie mich nach gefühlten 30 Minuten wieder auf die Palme gebracht haben.
3. Mit meinem besten Freund gespielt, was in diesem Fall bedeutet: Unser Familien-Weihnachtsgeschenk (und mein größter Wunsch) ausprobiert. Was es ist, wird natürlich erst nach Weihnachten verraten.
4. Zur Abwechslung noch mal mit meiner Schwiegermutter Sekt getrunken und ihre Gesellschaft, sowie den kurzen Besuch der Frau des besten Freundes genossen.
5. Plätzchenteige und Apfelbrotmasse vorbereitet. Zwischendurch "Schlag den Raab" geschaut.

Freitag, 14. Dezember 2012

14. Dezember


Impressionen aus Maastricht


Altstadt

Weihnachtsshopping

Selexyz Dominicanen
Selexyz Dominicanen
Maas

Cafe Zondag


http://www.selexyz.nl/winkel/38/selexyz-dominicanen/
http://www.cafezondag.nl/
http://www.hotelmabi.nl/

Adventstagebuch

1. Ausgiebiges und leckeres Frühstück im stilvollen Ambiente des Mambi-Frühstückssaals.
2. Aus-checken und Maastricht nochmal entdecken.
3. Auch ich finde beim Shoppen noch was: Schuh-Schnapp für 20€ und einen Sternen-Loop.
4. Krönender Abschluss: ein Chaipuccino und ein Stück Ristretto-Cheesecake im Bücherhimmel: Eine Buchhandlung in einer wunderschönen, alten Kirche mit integriertem Café - what a life!
5. Behütete Heimfahrt und beglücktes Wiedersehen mit meiner Familie.


Donnerstag, 13. Dezember 2012

PS:

Sollte ich von diesem völlig unnötigen und sinnfreien Vergnügungstrip nicht wieder kommen
 - der aufmerksame Leser erinnert sich an meine Abschiedsrede vor dem Englandtrip -
dann, liebe Freunde, seid gewiß:
Ich bin nur nach Hause gegangen.

13. Dezember

Jetzt ist sie weg und sie sind wieder allein, allein...
Aus purer Dekadenz und trotz völligem Unverständnis meiner Mutter:
Ich tu´s schon wieder!
Heute fahre ich mit drei liebenswerten, schönen und witzigen Frauen weg.
Ja, weg. Mitten in der Woche. In der Vorweihnachtszeit. Einfach so.
Ein Roadmovie? Zu viert im Polo... Vielleicht, mal sehen, was so passiert.
Warum? Muss denn alles immer einen Grund haben?
Weil es schön ist! Spaß macht! Gut tut!
Hier geht´s hin: http://www.hotelmabi.nl/
Und dann: shoppen, sightseeing, süßes Nichtstun...
und natürlich: reden, reden, reden.
Dabei Kaffee trinken und den ein oder anderen Sekt!
Wer Kinder hat weiß es: Verantwortung lässt einen altern, zu ernsthaft werden
und manchmal vergißt man, wer man einmal war. Was in einem steckt.
Deshalb schon mal vorab: Fetten Dank an die Initiatorin, Mrs.Lebenskünstlerin herself....
Du bist anders als die meisten. Du bist besonders. Du bist interessant, intelligent, kreativ und mutig. 

Kerstin Hack, Kalender "Swing" 2012 Dezemberbild

Ich habe aber auch ein wenig Angst. Vor mir selbst. Schnell fühle ich mich ausgegrenzt. Nicht dazu gehörig. Anders. Bin empfindlich und stehe mir selbst im Weg. Und den anderen dann auch.
Erinnerungen kommen hoch: Gefühle aus vergangenen Zeiten. Wo ich noch so unsicher war. Abhängig von der Meinung anderer über mich. Wo ich unbedingt gefallen wollte, reinpassen in die Gruppe. Ich bin ja auch eher unbequem, oft nicht kompatibel und außerdem: ich schnarche!
In Gruppen - und seien sie noch so klein - fühle ich mich oft wie das fünfte Rad am Wagen (zum Glück sind wir nur zu viert). Mir liegen eher die 1:1 Gespräche, die tiefgründigen, schweren Gedankengänge. Selten witzig. Das Kind in mir erinnert sich...
Zitat Christina Brudereck:
Liebe deine Nächste, sie ist wie du. 
Wie du so schön und so unsicher.
Wie du so begabt und so allein.
Wie du so klug und so fein.
Wie du so angewiesen auf eine, 
die so ist wie du.

Mal sehen wie es wird. Mit mir selbst. Ob das, was ich in letzter Zeit meine gelernt zu haben, auch trägt?

Mittwoch, 12. Dezember 2012

12. Dezember


nichts ist gelber als gelb selber

Adventstagebuch

1. Meinen Haushalt auf meine baldige Abwesenheit hin vorbereitet.
2. Sehr viel Geld in einer Buchhandlung gelassen.
3. Erbsensuppe gekocht.
4. Meine Vor-Freude und Vor-Sorge schriftlich beim Bloggen verarbeitet.

Dienstag, 11. Dezember 2012

11. Dezember

Upcyclingprodukt meines Mannes



Bewahre dir den Blick
für die Möglichkeiten des Tages,
der vor dir liegt.
Genieße den Augenblick
und lass dich mit ganzem Herzen auf ihn ein.

Adventstagebuch

1. Kind 2 - männliche Dramaqueen - hatte bis nachmittags Schmerzen im Knie. Wie schön, wenn solche Krankheiten durch einen schulfreien Morgen zu Hause kuriert werden können!
2. Meine Mama besucht und Scrabble gespielt.
3. Sehr lustiges, gemeinsames Abendessen als Familie gehabt.
4. Von einer lieben Presbyterin mit einer kleinen Aufmerksamkeit überrascht, beschenkt und erfreut worden. 

Montag, 10. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. In der Grundschule 2 Stunden Betreuung übernommen.
2. genießt, geschnupft, geputzt - meine Nase ist heute wie verrückt übergelaufen; ich fühle mich grippsch
3. Wäsche gebügelt
4. Gleich noch eine halbe Stunde Musikvideos auf ZDF Kultur "Delicatessen" sehen. Dann ab ins Bett.

10. Dezember



Zur Erinnerung: Dieses Bücherregal war ein Wunsch von mir zum Geburtstag. Hier mal ein Bild, wie es gefüllt aussieht. Jetzt liege ich abends im Bett und habe einige meiner besten Freunde direkt neben mir:
Krümel und Jonathan. Eragon und Saphira. Harry und Hermine. Laura und Gulla. Nesthäckchen und Hadassa. Es fehlen: Edward und Bella - doch die ziehen hoffentlich Weihnachten bei mir ein.

Sonntag, 9. Dezember 2012

9. Dezember


into the wild
Durch eine Freundin darauf gestoßen worden - wofür ich ihr dankbar bin. 

Adventstagebuch

1. Kein Gottesdienstbesuch. Da sich Lilli, wie es sich nach jeder anständigen Fete gehört, heute nacht übergeben hat, sind wir beide bis 11Uhr im Bett geblieben.
2. Schneit es jetzt immer Sonntags? Sonntagsschnee. Schneesonntag. Schön. Schnee. Schöner Schnee. Glückliche Kinder. Muskelkater vom Schneeschippen. Dann wieder Schneeregen. Bäh.
3. Haare gefärbt. Aus Grau wird Braun.Rotwein auf dem Kopf und denselben auch in den Kopf. Dann wirds schöner.
4. Sonntagsfilm - diesmal: "into the wild"

Samstag, 8. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Meine Mutter aus Bonn aus der Augenklinik abgeholt. GOTT sei Dank war es nicht glatt. In Rheinland sogar strahlender Sonnenschein bei winterlicher Kulisse. So langsam gewöhne ich mich wieder ans Autobahn fahren. Außerdem bin ich froh, wenn ich auch mal was für meine Mama machen kann.
2. Kindergeburtstag - der dritte und letzte für dieses Jahr.
3. Schreiben. Denken. Ruhe haben. Noch mehr schreiben. Texte nachtragen. Bilder finden. Nach Worten suchen.

Vereinfache dein Leben: Kauf Tiefkühl-Miniberliner, Aldi-Donuts und lass Mann und Tochter die Muffins verzieren. Nimm eine Papiertischdecke und verwende verblühte Rosen als Deko. Leg dich mittags aufs Sofa und schlaf eine Stunde bevor es los geht...




8. Dezember

Anders als du denkst

Ich bin die Wahrheit
Du kannst sie dir verdrehn
Ich bin der Weg, das Leben
Du musst nicht auf mir gehn
Ich bin das Licht der Welt
Du darfst die Augen schließen
Bin eine offne Tür
Du kannst dich mir verschließen

Ich bin anders als du denkst
Näher als du glaubst
Bin der Wind in deinen Segeln
Wenn du Luft zum Atmen brauchst
Ich weiß wovon du redest
Bin wo du jetzt bist
Ging für dich zu Boden
Durch die Hölle und zurück

Kannst gehn wohin du willst
Darfst dich vor mir verstecken
Doch ich hab große Pläne
Will sie mit dir aushecken
Du darfst dich selbst zerstörn
Bist Hüter deiner Zeit
Ich akzeptiere auch ein Nein
Für alle Ewigkeit

Ich bin anders als du denkst
Näher als du glaubst
Bin der Wind in deinen Segeln
Wenn du Luft zum Atmen brauchst
Ich weiß wovon du redest
Bin wo du jetzt bist
Ging für dich zu Boden
Durch die Hölle und zurück

Text und Musik: Samuel Harfst







Freitag, 7. Dezember 2012

Adventstagebuch

1.  In der Stadt gewesen, dem Christkind bei der Arbeit geholfen und die meiste Zeit im Buchhandel verbracht (dort auch das meiste Geld ausgegeben...)
2. Da ich täglich vier Tabletten schlucke, von denen 3 müde machen, ist es echt ein Wunder, dass ich überhaupt noch was auf die Reihe kriege. Die Couch zu verlassen wird auch nicht einfacher, wenn ein tief schlafender Kater auf meinen Füßen liegt und sie warm hält.
3. FrauenGemeinsam-Weihnachtsfeier. Wie wertvoll und kostbar sind diese Begegnungen. Wie unterschiedliche Frauen so viel Spaß zusammen haben können. Wie über Jahre immer wieder Begegnungen stattgefunden haben. Wie jede einzelne dazu gehört. Schade, dass noch so viele gefehlt haben. Aber umso schöner, dass gerade einige dabei waren, die man sonst so selten sieht. Und wie immer: lecker, lecker Essen. Schön war´s!

7. Dezember

Adrian Plass zu lesen gehört für mich unbedingt in die Vorweihnachtszeit.
Weil ihm das Christkind so sehr am Herzen liegt.

               

Donnerstag, 6. Dezember 2012

6. Dezember

















Ach, es ist schön, wenn wenigsten ein Kind abends die Schuhe putzt und vor die Tür stellt...
Diese Zeit geht so schnell vorbei!

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Dienstag, 4. Dezember 2012

4. Dezember



„Es ist eine Sache, sich von Gott geliebt zu fühlen, wenn alles glatt läuft und unsere Sicherheitssysteme funktionieren. Dann ist es relativ leicht, sich selbst anzunehmen. Wir können sogar behaupten, wir würden allmählich anfangen, uns selbst zu mögen. Wenn wir stark sind und obenauf, wenn wir die Dinge im Griff haben und gut in Form sind, dann entsteht so etwas wie ein Gefühl der Sicherheit.
Was aber passiert, wenn der Boden unter uns wegbricht? Was  geschieht, wenn wir sündigen und versagen, wenn unsere Träume zerbrechen, unsere Aktien in den Keller fallen, wenn man uns mit Misstrauen begegnet? Was passiert, wenn wir uns dem wahren Zustand unseres Ichs gegenübersehen?“
Manning, Kind in seinen Armen S.13



Montag, 3. Dezember 2012

3. Dezember


Von meiner Mama handgearbeitet! Seit Jahren unser treuer Begleiter durch die Adventszeit.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Gottesdienstbesuch. Adventspredigt. Abendmahl. Anschließend Kirchencafe.
2. Schnee. Schneeregen. Schneematsch. Drinne bleiben und raus gucken.
3. Sonntagsabends-Ehe-Fernsehabend. Diesmal mit Sohn Nr. 2. Bei Landlust-TV darf er immer dabei sein. Guten Rotwein genießen. Bei Roche&Böhmermann darf er nicht mehr zuschauen.

2. Dezember und 1.Advent



Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm setz dich ans Fenster,

du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns

die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.

Schneeflöckchen, Weißröckchen,

komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ball.


Nichts ist schöner als die Freude von Kindern beim Blick aus dem Fenster auf den ersten Schnee des Jahres! Vor dem Frühstück Schneemann bauen. Kindheitsseligkeiten. 

Samstag, 1. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Heute ist der erste Dezember. Und ich habe das erste Mal den Adventskalender noch nicht fertig. Noch nicht mal angefangen ihn zu füllen. Ich Rabenmutter. War zu viel unterwegs in letzter Zeit. Fühle mich noch nicht mal schuldig deswegen.
2. Heute hat meine Tochter Geburtstag.
3. Die Torte hat gut geschmeckt. Auch wenn sie mal wieder zerflossen ist. Aber das ist meine Familie ja schon gewöhnt. Habe keine Krise deswegen bekommen. Das sind echte Fortschritte.

1.Dezember

Der Jahrestag ihrer Geburt. Vor sechs Jahren. 
Ich bin dankbar, froh und stolz!
Ich liebe meine schöne, eigenwillige, fröhliche, ganz und gar wunderbare  
Tochter!

Freitag, 30. November 2012

5 Sterne Pause

Eine hochkarätige, hochwertige und hochdekorierte - nämlich mit 5 Sternen ausgezeichnete - Pause.
Pause vom Alltag, Zeit mit meiner Freundin und dazu noch wunderbare Lyrik, Wortpoesie und Satzspielerei. Ein Hochgenuß für mich als Wortliebhaberin.Eine Wohltat für Herz und Sinne. Worte, die meiner Seele Nahrung geben. Musik, die das, was man nicht (mehr) in Worte fassen kann, erklingen lässt.
DANKE für diesen wunderschönen Abend, das gelungene Geburtstagsgeschenk. Was geht es mir gut!!!

Die Texte von Thea Eichholz sind tief und reich - hier ein Beispiel von ihrer neuen CD "anders als vorher":

Ich mag, dass du den Esel nimmst
und nicht den stolzen Hengst.
Ich mag es, dass du auch an wirklich
kleine Leute denkst,
dass du dich einfach einlädst
mit Wein gesellig bist,
dass du mit Reichen und auch mit ganz armen
Leuten lachst und isst.

  

 

Ich mag, dass du nicht Vorurteile
über andre fällst.
Ich mag, dass du Versprechen, die du
gibst auch wirklich hältst.
Ich mag es, wie du Kinder siehst,
du hebst sie auf den Schoß
und zeigst damit, die Kleinen sind
im Himmel wirklich groß!



  

Ich hätte dich so gerne heute hier, muss ich gestehn.
Ich würd´ dir wirklich gern mal in die Augen sehn.
Ich weiß, dass ich dich mag,
selbst aus so großer Ferne
ich wünsche mir, dass ich hier
von deiner Art zu leben lerne.

  Ich mag es, wie du wundersame
Dinge tust und sagst,
wie du, obwohl du selbst ´n Großer
bist, den Papa fragst.
Ich mag, wie du den Stolzen
einen Spiegel rüber schiebst,
und wie du den Gescheiterten
immer noch ne Chance gibst.

  

 

Ich mag es, wie du Frauen
ihre Würde wieder gibst,
sie selbstlos und bedingungslos
auf deine Weise liebst.
Ich mag es, dass du zugibst,
wenn die Angst auch dich befällt.
Doch wie erträgst du, was man alles deinem
Namen unterstellt?


 

Ich hätte dich so gerne heute hier! Ich muss gestehn: ...
 

Das musst du mir mal glauben,
es ist schwer nur zu verstehn:
Warum jemand, der fliegen kann
bereit ist, nur zu gehn.
Das kriegt man nicht zu fassen,
weil´s überirdisch ist, 
   dass du dich wenn´s drauf ankommt
 sogar festnageln lässt ... 
Ich hätte dich so gerne heute hier, muss ich gestehn.
Ich würd´ dir wirklich gern mal in die Augen sehn.
Ich weiß, dass ich dich mag,
selbst aus so großer Ferne
ich wünsche mir, dass ich hier
von deiner Art zu leben lerne.
 

Text und Musik: Thea Eichholz 
 Ich habe mir erlaubt, den Text mit Bildern zu versehen.
 
Von Musik habe ich wahrhaftig keine Ahnung, aber das Benjamin Seipel fantastisch Klavier spielen kann, habe selbst ich gemerkt. Und auch, das er mit seinen Interpretationen und Variationen von Weihnachts- und anderen Liedern, den Medleys und Zwischendurch-Klimpereien Bilder malt.
Augen schließen, genießen und sich mitnehmen lassen auf seine Klangreise.

Als Sahnehäubchen Christina Brudereck. Die auch U2 liebt, Frauenarbeit macht und wunderschön rundlich ist. Die ich bewundere und beneide. Die vielleicht mich bewundern und beneiden würde, weil ich drei wunderbare Kinder haben darf. Aber wenn ich nicht Mutti und Hausfrau wäre... wäre ich auch gerne eine intelligente, gebildete, weltoffene und querdenkende christliche Bühnenkünstlerin.
Immer wieder genieße ich ihre kreative Art mit Worten zu zaubern.

http://www.5sternepause.de/



Montag, 12. November 2012

Wort & Herz



Herr,
Vollbild anzeigenschenke mir ein Herz für dein Wort 
und 
ein Wort für mein Herz.

Dieses Gebet, welches wahrscheinlich ursprünglich von Augustinus stammt, bete ich seit einiger Zeit täglich. Und darf erleben wie Gott es täglich erhört.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

DU LIEBST MICH - ALSO BIN ICH
ICH BIN VON DIR GELIEBT - DAS BIN ICH
HANS-JOACHIM ECKSTEIN

Mittwoch, 24. Oktober 2012

authentisch

Stichwort: authentisch!
Übermorgen ist LADYNIGHT. Ich bin sehr aufgeregt.
Weil voller Vorfreude auf einen besonderen, einmaligen, schönen, witzigen, nachdenklichen, bunten, lebendigen ... und authentischen Abend. Ein Abend von Frauen für Frauen.
Eben noch habe ich mit meinem ältesten Sohn darüber gesprochen. Er hat sich nach den Ursprüngen der LADYNIGHT erkundigt und wollte wissen, was wir da eigentlich machen. Ich habe ihm geantwortet:
Weil ich einen schönen Abend in der Kirche haben wollte, der mir und meinen Freundinnen gefällt. Der auch anderen Frauen gefällt. Frauen, die vielleicht Jesus noch nicht so gut kennen. Nicht wissen, wie sehr sie von Gott geliebt sind. Wie wertvoll, einzigartig und wunderschön sie sind. Ein Abend, der Frauen über alle Sinne anspricht. Wo es um Kunst, Musik, Essen und Deko geht. Wo gelacht wird. Und eine Frau zu Frauen spricht.
Authentisch ist:
jetzt zuzugeben, dass ich mich gleich aufs Sofa legen werde, mit einer Tüte Chips und einem Glas, äh, einer Flasche Rotwein daneben. Das ich Stress-Kompensationsmechanismen in meinem Leben zulasse und anwende, die "eigentlich" nicht gut für mich sind. Weil ich eh schon übergewichtig bin. Weil Alkohol kein Seelentröster und Weichmacher sind darf. Weil joggen gehen oder beten so viel vernünftiger wäre.
widescreen-wallpapers.de
Aber GOTT SEI DANK habe ich endlich kapiert, dass ich einfach manchmal nur MENSCH bin (und -leider- kein Vampir, kleiner Insider...). Ich bin keine Heilige, nicht perfekt und nicht immer vernünftig. Und das ist auch gut so. Mir sind meine Fehler und Schwächen sehr wohl bewusst.
Und ich habe auch schon sehr unter ihnen gelitten: Mir geht meine Inkonsequenz, meine Selbst-Verarschung, mein schwaches Fleisch manchmal  sowas von auf den Geist! Ganz oft hat sich ein Muster eingestellt: Ganz oder gar nicht. Extrem. 150%.
Authentisch ist:
sich darüber im Klaren sein, es zuzugeben und darüber zu reden. Oder schreiben. Es sogar ins Internet stellen. (Okay, das ist auch wieder extrem!) Sich verletzlich zu machen. Sich nicht besser darzustellen als man ist. Klar, will ich beeindrucken. Gefallen. Aber -  weil ich MENSCH bin. Und Gott mich nicht nur trotzdem, sondern gerade deswegen so liebt.
Und nicht nur liebt - er mag mich sogar. Auch dann, wenn ich mich selbst nicht mag.

Samstag, 20. Oktober 2012

Gute Geister

Unfassbar,
Gute Geister - Stockett, Kathrynwas noch im Jahr 1962 in den Südstaaten der USA an Rassentrennung
und Diskriminierung normal gewesen ist!
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen:
Skeeter, eine weiße junge Frau, die beginnt sich für die Situation der farbigen Haushaltshilfen zu interessieren und dabei ihre eigenen Begrenzungen zu realisieren beginnt.
Aibileen, eine farbige ältere Haushaltshilfe, die als erste bereit ist für eine Veränderung ein persönliches Risiko einzugehen und durch ihre warmherzige  Art die Seele des Romans verkörpert.
Minny, ebenfalls farbige Haushaltshilfe, bringt Witz und Boshaftigkeit mit sich, sodas der Roman trotz seiner ernsten Thematik herrlich leicht lesbar bleibt.
Ein schönes, wichtiges und sinnvolles Buch, das aufklärt und zu eigener Reflexion animiert.  Wo nehme ich Misstände und Ungerechtigkeit wahr und was tue ich dagegen? Wo bin ich in Konventionen gefangen?
Das Buch ist sehr gelungen verfilmt worden, mit einer wunderschönen Emma Stone als Skeeter und ist zu recht für 4 Oskars nominiert worden. Prädikat: Wertvoll!

Montag, 15. Oktober 2012

Losung 15.10.12



Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue.
Micha 7,9


Wegen solcher Sätze liebe ich die Bibel!
Gnade ist für mich das schönste Wort überhaupt. 
Es umfasst alles. 
Darin ist Liebe enthalten. 
Vergebung. 
Angenommen sein. 
Freude. 
Beziehung. 
Und diese Gnade eines Tages schauen zu können!
Im Licht zu sein. 
Bei Jesus. WOW 
Welch eine Losung. Welch eine Zusage. Welch ein Gott!

Samstag, 13. Oktober 2012

Katzenweisheit

Ein Hund denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich.
Sie müssen Götter sein.

Eine Katze denkt:
Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich.
Ich muss ein Gott sein.



Donnerstag, 4. Oktober 2012


Postkartenmotiv 2008 © Heymann & Schnell

Eine Sache, die mir auch sehr am Herzen liegt und die ich hier erwähnen möchte:
Die weibliche Genitalverstümmelung und Initiativen, die sich der Aufklärung und Bekämpfung dieser furchtbaren Praxis verschrieben haben. Ich persönlich unterstütze (I)NTACT e.V.
http://www.intact-ev.de/
Im größerem Maßstab setzt sich TERRE DES FEMMES dafür ein, dass Mädchen und Frauen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können und unveränderliche Rechte genießen.
http://www.terre-des-femmes.de/
Wer sich über diese Themen informieren möchte, findet im Internet genügend Material. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht näher darauf eingehen, sondern lediglich noch mal einen Denkanstoß liefern.

Dienstag, 2. Oktober 2012

ein ganz besonders Geschenk
                                                   von einer ganz besonderen Herzensfreundin
Eine große Kiste mit vielen "Kleinigkeiten" und von Herzen kommenden Worten gefüllt. Obwohl die Kiste nicht verschlossen war, habe ich sie erst nach 2 Tagen aufgemacht. Als ich alleine war; Ruhe und Zeit hatte und bei einem Glas Sekt jedes einzelne Päckchen genußvoll öffnen konnte. Der besondere Clou war, dass die Geschenke und die dazugehörigen Karten Bezug auf meinen Blog genommen haben. Du hast dir ganz viele Gedanken gemacht, passende Zitate ausgesucht und alles liebevoll verpackt. VIELEN DANK! Solche Momente sind so kostbar, so schön und so einzigartig. Ich freue mich.

Montag, 1. Oktober 2012

Gestern abend in der Kirche: AnbetungPur - eine Zeit der Stille.
Zeit für Gott, Zeit für Gott und mich, Zeit zusammen mit meinen Schwestern und Brüdern. 
Eine irdische Zeitspanne von ca. 1,5 Stunden mit himmlischen Auswirkungen: 
Gott zu loben, preisen und anbeten hat Ewigkeitswert. 
Ein Vorgeschmack auf den Himmel und ein Stück Himmel auf  Erden.
Meine Seele konnte Atemholen und mein Herz auftanken.