Mittwoch, 23. Januar 2013


Schwarzbrot im Weckglas

500g Weizenvollkornschrot      
500g Weizenvollkornmehl 
250g Kerne nach Geschmack
1 Tl Salz
2 Pck. Trockenhefe 
1 l Buttermilch
ca. 200g Zuckerrübensirup
500g Joghurt Natur

kernige Haferflocken
Butter
3-4 Sturzgläser 


 alle trockenen Zutaten gut
 vermischen

die Buttermilch erwärmen
den Sirup auflösen
zu den trockenen Zutaten gießen
zusammen mit dem Joghurt alles gut verrühren
die Sturzgläser gut einfetten (das geht am einfachsten mit Einweghandschuhen oder Frischhaltefolie) und anschließend mit den Haferflocken ausstreuen (Deckel schließen und schütteln)


den zähflüssigen Brotteig in die Gläser gießen (höchstens zu 3/4 füllen) und die Deckel nur locker auflegen

bei 150° ca. 2,5 Stunden backen





Nach dem Backen sofort stürzen und auskühlen lassen.
Ich habe das Rezept etwas modifiziert, wer gerne das Original nachbacken möchte, kann diesem Link folgen:
http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb131.html?rid=7956
Wem das Brot zu süß ist, verwendet einfach weniger Sirup.




Es wurde Zeit nochmal meine spießige, hausfrauliche Seite in diesem Blog zu zeigen.

Nach der ebenso spießigen, "heile Welt"- Sendung "Landlust-TV" hat dieses Brot in unserer Familie Begeisterung ausgelöst. Es ist einfach zu backen, schmeckt sogar den Kindern (obwohl es gesund und vollwertig ist), ist saftig und hält sich lange frisch. Der einzige Nachteil: man braucht Sturzgläser, wenn man die schöne, runde Form haben möchte. (Diese findet man entweder in Omas Keller oder bestellt sich welche im Internet, z.B. bei www.glaeserundflaschen.de)

Samstag, 19. Januar 2013

http://cf.badassdigest.com/_uploads/images/27704/django-unchained-poster__span.jpg
badassdigest.com
Wer meint, ich könnte nur fromm, der kennt mich noch nicht wirklich. Kultregisseur Quentin Tarantino verdanke ich immerhin die erste Begegnung mit meinem Mann. Seitdem ist der gemeinsame Kinobesuch eines neuen Tarantino-Films bei uns obligatorisch.

Sonntag, 13. Januar 2013




AnbetungPur

„Christliches Engagement, also die Arbeit für Jesus, 
kann die Unaufmerksamkeit für ihn manchmal sogar noch verstärken.“
 Eugen Peterson

Nicht abgelenkt sein. Sondern auf Jesus konzentrieren. Auf das, was er ist und was er getan hat. Sich Zeit nehmen und Zeit haben. Um das zu tun, wozu im Alltag oft viel zu wenig Raum ist:  Stille, Gebet, Anbetung. Gemeinsam mit anderen diese Zeit der Anbetung, des „auf-Jesus-konzentriert-seins“ zu erleben, ist eine besondere Chance, ein Segen, der sich dann wieder auswirkt in Mitarbeit und Alltag. 

Lass dich einladen und komm, so wie du bist und bete an. Du darfst dich gerne beteiligen, singen, beten und dein Lob für Jesus äußern. Es zu deiner und zur Ermutigung anderer aussprechen, was Jesus dir bedeutet. Du darfst aber genauso gut nur für dich ohne hörbare Worte mit Jesus sprechen. 
 
Diese Gelegenheit und diesen Rahmen bietet seit letztem Jahr „AnbetungPur“ in unserer Gemeinde. Für 2013 sind bis jetzt 2 Termine geplant, jeweils 19 Uhr in der Auferstehungskirche Trupbach.  Die Abende sind unter ein Thema gestellt, das Anregung und Inspiration bieten soll. 


27.01.13 „Gnade“             
28.04.13 „Beim Kreuz“

www.kirche-ts.de


Freitag, 4. Januar 2013


Erleben, was Gnade heißt 1/3

Vollkommen, Perfekt, Fehlerlos. Ohne Schwächen.
So wollte ich gerne sein und war es doch nicht. Ich habe mich nie als den Sündern verstanden, wegen dem Jesus gekommen war.Jetzt darf ich endlich aufhören mich selbst zu belügen. Mich selbst zu betrügen. Ich leugne nicht länger, dass der Kampf gegen Gier, Habsucht und Stolz immer noch in mir tobt, obwohl ich schon so lange ein Kind Gottes bin. Endlich kann ich eingestehen, dass ich oft lieblos, ärgerlich, zornig und ablehnend bin. Besonders denen gegenüber, die mir am nächsten stehen. Ich kann zugeben, dass ich versagt habe und immer wieder versage.
Ich bin ein Bündel von Widersprüchen.
Ich glaube und zweifle. Ich hoffe und bin entmutigt. Ich liebe und hasse. Und schlimmer noch: ich bin oft gleichgültig. Ich bin vertrauensvoll und doch misstrauisch. Ich bin ehrlich und wende doch immer wieder meine Tricks und Spielchen an.
Ständig fühlte ich mich schuldig. Und ich fühlte mich schuldig dafür, wenn ich mich nicht schuldig fühlte.

In Zeiten der Buße konzentrierte ich mich darauf, meine Schwächen zu überwinden, meine Komplexe und Marotten loszuwerden. Zur geistlichen Reife als Christ zu gelangen. Als ob es darum ging, durch persönliche Disziplin und  Selbstverleugnung einen perfekten Menschen zu formen. Die Betonung lag immer auf dem, was ich tat, statt darauf, was Gott tut.
Wenn dann der anfängliche Eifer im Glauben erst einmal vorüber war, wurde wieder meine Schwäche und Untreue sichtbar. Ich habe meine Unfähigkeit gehasst, auch nur einen Deut zu meinem geistlichen Format hinzuzufügen. Ich wurde unzufrieden, schwermütig, streckenweise verzweifelt. Ich wurde überwältigt von der Gewöhnlichkeit des Lebens, von Alltagspflichten. Irgendetwas lief total falsch.
Ich habe mir selbst Stress gemacht, um mich selbst wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe in Schuldgefühlen geschwelgt. Das alles war eine glatte Leugnung des Evangeliums der Gnade.

Einmal bekehrt, völlig bekehrt ist ein Mythos. Ich habe auch als bekehrter Mensch keine unwiderrufliche sündlose Zukunft. Die Nachfolge ist keine ungetrübte Erfolgsstory, keine ununterbrochene Aufwärtsspirale in Richtung Heiligkeit.
Wie ist es möglich, dass man Alkoholiker wird, nachdem man sich bekehrt hat?
Oder verletzt, lügt, betrügt, enttäuscht, lieblos, egoistisch, ...


Donnerstag, 3. Januar 2013

 
Erleben, was Gnade heißt 2/3

Weil ich nicht mehr auf Jesus sah. Weil die Jesus-Begegnung mich nicht in einen Engel verwandelt hat.
Weil Gerechtigkeit aus Gnade durch Glauben bedeutet, dass ich in eine Beziehung zum lebendigen Gott gekommen bin und nicht, dass ich ein narkotisierter Mensch bin, unfähig zu sündigen.


Gott liebt mich so wie ich bin. Weil Gott mich so kennt, wie ich bin. Ich brauche nicht länger geistliche Kosmetik betreiben, um mich ihm gegenüber vorzeigbar zu machen. Ich darf endlich akzeptieren, dass meine Armut, Ohnmacht und Bedürftigkeit ein Teil von mir sind.

Langsam ergreift das Evangelium der Gnade Besitz von mir. Ich merke, wie von Grund auf etwas in mir zu recht gerückt wird. Durch Gnade darf ich endlich meine Lebensgeschichte anerkennen. Die hellen und die dunklen Seiten. Ich lerne, wer ich bin.

Die Gnade ruft aus: Du bist nicht nur eine desillusionierte Frau mittleren Alters die in einem Alltag festsitzt und sich manchmal verzweifelt heraussehnt, …, du magst unsicher, unzulänglich, missverstanden und dick sein. Depressionen und Enttäuschungen mögen dir zu Leibe rücken. Aber du bist nicht nur das.
Du bist angenommen. Verwechsle nie deine Selbstwahrnehmung mit dem Geheimnis, dass du wirklich angenommen bist.

Worin auch immer konkret mein Versagen besteht -  in der Gegenwart Christi brauche ich nicht den Blick zu senken. Ich muss nicht verstecken, was an mir hässlich und abstoßend ist. Jesus kommt nicht für die Gesunden, sondern die Kranken brauchen einen Arzt. In Jesus Augen sehe ich tiefes Verständnis und sanfte Anteilnahme.

Das Wort Gnade ist trivial geworden. Unsere Kultur verhindert, dass wir das Wort Gnade überhaupt noch verstehen. Es bewegt uns nicht mehr so, wie es die früheren Christen bewegte.
Das Evangelium der Gnade wurde verwandelt in religiöse Knechtschaft.Das Bild Gottes verzerrt in das eines ewigen, kleinlichen Buchhalters.Die Liebe wird erstickt. Die Freiheit in Fesseln gelegt. Die Selbstgerechtigkeit verfestigt sich immer mehr. Im Großen und Ganzen wird das Evangelium der Gnade weder verkündet noch verstanden noch gelebt. Viele Christen leben in der Furcht und nicht in der Liebe.

Doch Jesus kommt zu den Gottlosen.
Sogar am Sonntagmorgen.
Sein Kommen beendet die Gottlosigkeit und macht mich würdig.


Jesus setzt sich mit jedem an einen Tisch, der dabei sein will. Die von den vermeintlich Anständigen Ausgeschlossenen erfahren bei ihm im gemeinsamen Mahl Wertschätzung statt Verdammung.
Barmherzige Aufnahme statt eines schnellen Schuldspruchs. Überraschende Gnade statt Schande.
Jede Gemeinde, die einen Menschen ablehnt, der von Jesus angenommen ist, versteht die Gnade nicht.
Jede Gemeinde, die nicht akzeptiert, dass sie aus sündigen Männern und Frauen besteht, lehnt damit auch das Evangelium der Gnade ab.

"Rechtfertigung aus Gnade allein durch Glauben" ist die theologische Formel für die unbändige Liebe Gottes. Gott ist derselbe. Gestern, heute und für immer. Er ist immer Liebe. Er liebt mich immer. Er ist der einzige Gott von dem ich je gehört habe, der Sünder liebt. Ohne eigenen Verdienst. Das ist unglaublich. Durch das Leben, den Tod und die Auferstehung des geliebten Sohnes Gottes, Jesus Christus. Das ist die gute Nachricht, das Evangelium das froh und frei macht. Das ist zu schön um wahr zu sein.

Alles ist Geschenk. Aber nicht, weil es mir zusteht oder ich ein Anrecht darauf hätte, sondern aufgrund der reinen Großzügigkeit eines gnädigen Gottes. Das Leben selbst ist Geschenk, die Gnade und der Glaube sind geschenkt. Im tiefsten Inneren weiß ich, dass ich von Jesus Christus geliebt bin und dass ich nichts getan habe, um es zu verdienen.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Erleben, was Gnade heißt 3/3


Wir können nur empfangen wie kleine Kinder. Und kleine Kinder haben noch nichts erreicht oder verdient.
Jesus sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen. Haltet sie nicht zurück! Denn das Himmelreich gehört ihnen.« Mat. 19,14

Bei ihnen stellt sich erst gar nicht die Frage, ob sie schon in der Lage sind, irgendetwas zu leisten oder Verdienste zu erringen. Kinder erheben erst gar keinen Anspruch auf den Himmel. Wenn sie Gott nahe sind, dann deshalb, weil sie unfähig und nicht weil sie unschuldig sind. Wenn sie irgendetwas empfangen, dann immer und ausschließlich als Geschenk.
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Herzlichen Glückwunsch allen, die diesen langen Text tatsächlich zu Ende gelesen haben!!!
Es war, bis auf die wenigen, kursiv geschriebenen Zeilen, zitiert:
http://www.scm-shop.de/index.php?eID=product_image&artid=79948&maxW=163&maxH=248&config=scm-shopEine von mir neu zusammengestellte Zusammenfassung des ersten Kapitels aus meinem Lieblingsbuch:
"Größer als dein Herz" - Erleben was Gnade heißt. Von Brennan Manning
 
Das wollte ich schon lange mal machen. Euch vermitteln, warum ich von diesem Buch so fasziniert war und immer noch bin. Weil es mir beim ersten Lesen aus der Seele gesprochen hat. Weil ich mir vorkam, als würde der Autor mich persönlich kennen und hätte die letzten 10 Jahre mein Leben, meine Gedanken und Gefühle, meinen Kampf und meine Suche begleitet. Und das ist nur das erste Kapitel. Ich weiß noch, das ich das Buch Secondhand in der Chapel gekauft habe. Das ich es dann irgendwann gelesen habe. Und anschließend mit Frau Wälken darüber gesprochen habe. Das dieses Buch mein Leben verändert hat. Einen Prozeß in Gang gesetzt hat, der immer noch andauert. Seitdem habe ich das Buch (und noch einige andere von Brennan Manning) noch mehrmals gelesen. Ich sauge seine Erläuterungen über die Gnade Gottes auf wie ein trockener Schwamm. Ich füttere mein Seele und mein Herz mit dieser für mich eigentlich bekannten und doch lange nicht verstandenen Botschaft der unbändigen Vaterliebe Gottes.
Ich möchte so gerne, dass du, der du meinen Blog liest, dich auch auf die Suche machst. Dass deine Sehnsucht geweckt wird. Das du unruhig wirst. Bis deine Seele Ruhe findet bei Gott, der dich liebt.

Aus diesem Grund habe ich mir heute Zeit genommen und die Mühe gemacht, ein Kapitel zusammenzufassen und wiederzugeben. Ich weiß gar nicht, ob man das darf. Oder ob ich jetzt irgendwelche Urheberrechte verletzt habe. Aber Brennan Manning selbst hat bestimmt nichts dagegen, denn er hat aus demselben Grund das Buch geschrieben: "Damit die Menschen, die das Gefühl haben, dass ihr Leben eine schwere Enttäuschung für Gott ist; die schwachen, sündigen Männer und Frauen, mit ihren ererbten Fehlern und begrenzten Fähigkeiten von Gottes Liebe und Gnade erfahren und überwältigt werden."


Montag, 31. Dezember 2012


http://www.thebiblechristian.com/wp-content/uploads/2012/02/AmazingGrace.jpg

In meinem letzten Eintrag habe ich es ja schon erwähnt: Das vergangene Jahr war ein Jahr der Gnade für mich. Dieser Gnade möchte ich auch meinen letzten Eintrag in diesem Jahr widmen:
Dank unseres Familien-Weihnachtsgeschenkes kann ich jetzt im warmen Eßzimmer sitzend schreiben und gleichzeitig am Familienleben teilnehmen, bzw. die Kinder beaufsichtigen. Gnade!

Dabei genieße ich unsere Katze, die uns ja zugelaufen ist. Sich uns als Familie und Zuhause ausgesucht hat. Die einen ganz tollen Charakter hat. (Auch wenn sie vorgestern unter den Weihnachtsbaum gepinkelt und davor den Tag aus Solidarität auch gekotzt hat!) Die mir ein Vorbild im chillen und relaxen ist. Wenn ich auf alles andere in diesem Jahr auch hätte verzichten müssen - unseren Jerry wollte ich nicht wieder hergeben müssen. Das ich KEINE Katzenallergie habe ist: Gnade!

Wir sind alle gesund, zusammen, haben uns und haben uns lieb. Das ist Gnade! Eine intakte und glückliche Familie zu sein - dazu noch beschenkt mit vielen materiellen Gaben wie ein schönes Zuhause, ein Auto, viele, viele Bücher... Das mein Mann Arbeit hat und wir uns so vieles leisten können. All das ist nicht selbstverständlich. Und ich schreibe es auch nicht auf, weil ich damit angeben möchte, sondern weil mir durchaus bewußt ist, wie unverdient priviligiert ich bin. Wie unverschämt gut es mir im Vergleich zu den allermeisten Menschen auf dieser Erde geht. Dafür bin ich dankbar. Darüber staune ich. Das empfinde ich als Gnade.

Warum es ausgerechnet mir so gut geht? Keine Ahnung!



http://ibegyourpardon.ca/wp-content/uploads/2012/07/amazing-grace2.gif

Eins habe ich dieses Jahr aber als besonders herausragendes Geschenk empfangen dürfen: Die bedingungslose Gnade und Liebe Gottes annehmen, glauben und empfinden dürfen! Verstandesglaube ist einem Herzensglauben gewichen. Befreiende Wohltat! Ich fühle mich tatsächlich "von neuem geboren".  Das hätte ich nicht erwartet, nicht geahnt, dass es sich SO anfühlen kann. Ein geliebtes Kind Gottes zu sein. DAS macht mich wirklich froh. Dafür bin ich wirklich dankbar!
Das ist GNADE!

Montag, 24. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Meine Krone wiedergefunden! DANKE.
2. Die Lichterkette für den Weihnachtsbaum doch noch auf dem Dachboden gefunden. Der Baum konnte geschmückt werden.
3. Ohne Stress und Hektik rechtzeitig mit allem fertig gewesen. Es geht also doch!
4. Familiengottesdienst besucht.
5. Bescherung.
6. Raclette-Essen.
7. Meine Mutter nach Hause fahren. Aufräumen.


24. Dezember

Nachdem ich meine neue, besondere, schöne und bedeutungsvolle Krone (samt Kette) seit über einer Woche vermisst habe (und sie schon verloren glaubte), durfte ich sie heute morgen endlich wieder finden: In der Tüte, in der sich das Geschenk für eine Freundin befand.
Dieses Erlebnis bestärkte mich in meinen Überlegungen, das nächste Jahr als "Jahr der Suche" für mich zu definieren. Über das vergangene Jahr kann ich nur ein Wort stellen:
 GNADE
Die Gnade hat mich gefunden, ich durfte die Gnade finden. Jetzt will ich mir ganz bewusst Zeit nehmen, um dieses Geschenk möglichst sinnvoll zu gebrauchen. Zu kostbar ist mir die Gnade Gottes geworden, als das ich so weitermachen könnte wie bisher. Deshalb will ich mich auf die Suche machen.
Der Begriff "suchen" kommt ja auch in der Jahreslosung für 2013 vor.
Auch das betrachte ich nicht als Zufall, sondern versuche diesen Vers konkret auf mich anzuwenden. Über die Gedanken zum Thema "Suche", meinen Rückblick  auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf das kommende werde ich, hoffentlich, in den Tagen bis Silvester schreiben. Außerdem möchte ich mich endlich auch dem Blog von FrauenGemeinsam widmen, den ich bisher vernachlässigt habe.

Das Adventstagebuch endet also mit diesem Eintrag. Es war eine Herausforderung täglich etwas zu bloggen, manchmal habe ich es ja auch nicht geschafft. Aber es war eine gute Übung und Bereicherung.

Ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Jer.29,13+14

Sonntag, 23. Dezember 2012

23. Dezember


Morgen, Kinder, wird`s was geben!
Morgen werden wir uns freu`n.
Welch ein Jubel, welch ein Leben.
Wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heißa, dann ist Weihnachtstag!
P. Bartsch (1770-1833)

Die Vorfreude der Kinder - das ist so schön! Aufregung, Spannung, Warten.
Wie schön, dass nochmal miterleben zu dürfen, Gast zu sein im gelobten Land der Kindheit!

Adventstagebuch

1. Kind 2 leider krank: Brechdurchfall. Kopfschmerzen. Gar nicht schön.
2. Bei HDBs zusammen mit Kind 3 einen Weihnachtsbesuch gemacht. Wie traurig ist es, wenn man alt, krank und ohne Familie dasitzt.
3. Zeit zum spielen gehabt. Zeit zum vorlesen. Zeit füreinander.

Samstag, 22. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Mit starken Kopfschmerzen und noch stärkerer Übelkeit wach geworden. Tablette genommen und direkt wieder hingelegt. Nachmittags wurde es langsam besser.
2. Meine ursprüngliche Tagesplanung wurde damit über den Haufen geworfen. So konnte ich nicht mit nach DT fahren, um meine Mama zu besuchen. Mit ihr zum Grab zu gehen. Denn heute ist der 3. Todestag von meinem Papa.

22. Dezember

Papa und Lilli hatten einen besonderen Draht zueinander !
Heute ist der 3. Todestag von meinem Papa. Ich bin nicht traurig, weil ich fest daran glaube, dass er jetzt bei Jesus ist. Weil es ihm jetzt gut geht und er glücklich ist. Meine Mama tut mir leid, denn sie vermisst ihn sehr. Das Leben ohne ihn ist für sie nicht leicht. Diese Lücke kann auch niemand schließen. Seltsamerweise fühle ich mich mit meinem Papa stärker verbunden, seit er nicht mehr lebt. Ich habe sein Gesicht oft vor Augen und ich denke viel an ihn. Von ihm habe ich viele Eigenschaften geerbt: Prospekte sammeln, Tagebuch schreiben, lange Gebete sprechen, Marmeladengläser akribisch auskratzen, Kreuzworträtsel lösen, schief singen, Juck auf der Kopfhaut und am Rücken haben, ...
Er war ein Mensch, für den ich mich zu wenig interessiert habe. Den ich, im nachhinein betrachtet, zu wenig gekannt habe. Der auch mich nicht gut genug kannte. Zum Glück werden wir eine ganze Ewigkeit Zeit haben, das nachzuholen. Papa, ich freue mich darauf dich wiederzusehen!

Freitag, 21. Dezember 2012

21. Dezember

Peter Gaymann, Copyright: Siegfried Liebrecht Cartoon CONCEPT









Diese herrliche Postkarte kam heute sehr passend mitten in unsere große: "wir-putzen-die-Kinderzimmer-Aktion" hinein. Anfang der Ferien werden bei uns, wenn möglich, die Kinderzimmer Grundgereinigt. Den Sinn davon muss ich jedesmal mehrmals erklären. Bei unserem Pupertier und mir knallt es dann richtig. Ich entwickle bei solchen Auseinandersetzungen regelrechte cholerische Jähzornattacken! Es gibt nicht viel, was mich innerhalb so kurzer Zeit so auf die Palme bringt wie Diskussionen übers Essen oder die Mitarbeit im Haushalt. Dabei finde ich es total gut, dass mein Kind mich hinterfragt, mir widerspricht und seine eigene Meinung äußert. Theoretisch. Ist ja auch total wichtig für die Entwicklung. Ist aber auch total anstrengend. Wenn man`s am ersten Ferientag macht, dann hat man das Schlimmste wenigstens hinter sich. Sowohl die Kinder als auch ich.
Auf jeden Fall war dann in der Post diese Karte. Von der Weihnachts-Käthe! Vielen Dank. Auch wenn du es nicht wusstest: Gott hat mal wieder dafür gesorgt, dass ich im richtigen Augenblick zum Lachen gebracht wurde: Das nenne ich Führung. Das nenne ich Humor! Das passiert einem ständig, wenn man sich auf Jesus einlässt! (Siehe Post von gestern.) Ganz davon abgesehen ist es total schön, wenn man noch richtige Post und nicht nur Rechnungen bekommt. Weihnachtspostkarten. Sind ja fast schon retro-chic.

Adventstagebuch

1. Ausschlafen, da erster Ferientag!!!
2. Alle zanken sich, da erster Ferientag!!!
3. Kinderzimmer müssen aufgeräumt und geputzt werden, da erster Ferientag!!!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Den letzten Morgen vor den Ferien genossen. Noch mal in Ruhe nachdenken. Schreiben. Lesen. Beten
2. Mit den beiden jüngeren Kindern bei der Weihnachtsfeier von Spürbar gewesen. Reitvorführungen behinderter und nicht-behinderter Kinder erlebt. Lagerfeuerromantik. Kleine S wiedergesehen.
www.spuerbar-siegen.de


20. Dezember

Man kann Gott nicht beweisen. Nicht erklären. Aber erfahren. Und dann darüber reden. Es anderen mitteilen, wie man Gott erlebt. Das ist auch einer der Gründe für mich diesen Blog zu schreiben. Weil ich erlebe, spüre und erfahre, dass Gott da ist. Real. Nicht sichtbar, nein. Aber er redet hinein in meine Wirklichkeit, meine Alltagswelt, in meine Gedanken. Nicht mit hörbarer Stimme. Aber durch Empfindungen, Impulse, Gedanken. Durch Bücher, Zeitschriften, Predigten, Filme, Musik, Kinder, andere Menschen, Erlebnisse, Ereignisse, Begegnungen, scheinbare "Zufälle", ...
Natürlich könnte ich mir all das auch einbilden oder einreden. Oder es Gott zuschreiben und dabei ist es nur meine Fantasie. Möglich. Wie gesagt, beweisen kann ich es nicht. Aber wenn ich anfange, darauf zu achten, danach zu suchen und diese kleinen Impulse und inneren Regungen Gott zuschreibe, sie mit Gott in Verbindung bringe, dann merke ich, wie sich etwas verändert. In mir drin. Zum Guten. Wie ich ruhiger werde. Zufriedener. Gelassener. Froher.
Ein Beispiel: Vor zwei Tagen habe ich öffentlich die WARUM? Frage gestellt. Warum lässt Gott das zu? Ich habe nicht DIE einzig wahre und richtige Antwort darauf bekommen. Aber EINE Antwort. In einem Buch, das ich seit Monaten lese, bzw. studiere. Dort habe ich heute morgen über "Das Böse im Menschen" gelesen. Und warum wir überhaupt die Frage nach dem "Warum" stellen. - Die Sicht des Buches hier darzustellen würde den Rahmen meines Blogs sprengen. Darum geht es ja jetzt auch gar nicht. Sondern um das Erlebnis, das etwas passiert, wenn ich Gott frage, suche und bitte.
Anderes Beispiel: Weil ich die Predigt eines Freundes vor einigen Wochen verpasst habe, habe ich sie mir heute morgen endlich auf CD angehört. Und wieder hat das, was gesagt wurde, genau in meine Situation, meine Gedanken und Fragen hinein gepasst. Ich habe Antworten bekommen.
Das empfinde ich als sehr beglückend. Ich bin beschenkt. Darüber bin ich so froh, dass ich es gerne teilen möchte. Als Ermutigung, sich auch auf die Suche zu begeben. Gott heraus zu fordern. Er lässt sich nämlich gerne finden. Und dann merkt man auf einmal: Er war die ganze Zeit schon da!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

19. Dezember

Heute fällt mir mal nichts ein. Darum lass ich`s lieber sein!

Adventstagebuch

1. Besorgungen erledigt und Erledigungen besorgt
2. Kinder mit Pommes und Köttbullar beglückt
3. Schwiegervater im Krankenhaus besucht
4. Kühlschrank ausgewaschen

Dienstag, 18. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. 3 Fenster geputzt (immerhin!) 
2. Vorzeitige Bescherung: Nachträgliches Geburtstagsgeschenk, vorzeitiges Weihnachtspräsent und Gefälligkeitsdankeschön bei einer Freundin vorbei gebracht.
3. Durfte erleben, wie sich meine Kinder solidarisieren und gegenseitig trösten. Es ist total nervig, wenn Geschwister sich streiten. Aber umso schöner, wenn sie zusammen halten und füreinander da sind. (PS: ich war NICHT der Anlaß - Mathe ist das A...loch!)
4. Habe mir bei Qiero eine Tasche mitbestellt, weil ich gerne mal wissen wollte, wie sie in echt aussieht. SCHööööN! Schicke sie jetzt schweren Herzens zurück und warte auf meinen nächsten Geburtstag. Ist voll mein Ding, da ich sie quer tragen kann; sie sieht nicht zu schick aus und es passt viel rein.

18. Dezember

Foto: Justine Lane, dpa

In meinen Gedanken, Gebeten und Gefühlen bin ich bei den Angehörigen der Opfer des Amoklaufes von Newtown. Seit Tagen beschäftigt mich diese Nachricht. Unfassbar das Leid, das über die Familien hereingebrochen ist. Unbegreiflich die Tat. Unerklärlich warum Gott in solchen Momenten nicht eingreift, handelt, verhindert.

Montag, 17. Dezember 2012

Adventstagebuch

1. Mit meiner Freundin telefoniert, die nach 6 Wochen Tansania wieder da ist.
2. Mit großem Vergnügen Plätzchen gebacken.
3. Mit schlimmen Rückenschmerzen früh ins Bett gegangen.

17. Dezember

Manufaktum: Krippe Jesses, Maria und Josef

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,
damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.1
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

Sonntag, 16. Dezember 2012

16. Dezember

In der Weihnachtsbäckerei...




Adventstagebuch

1. Da ich mich von meinem Kurzurlaub erstmal erholen muss, habe ich bis 10 Uhr geschlafen.
2. Mit den Kindern Plätzchen gebacken.
3. Meine Tante im Krankenhaus besucht.
4. Mit Kind 1 im Abendgottesdienst gewesen und dort vor allem durch ein Gespräch nach dem Gottesdienst beschenkt worden.
5. Beim GuteNachtSagen und InsBettBringen mit jedem Kind ausgiebig gekuschelt.
6. Mit meiner Freundin telefoniert.

Samstag, 15. Dezember 2012

15. Dezember

Meine Maastricht Memoiren

Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen diese Stadt zu besuchen. Weil Städte mich grundsätzlich nicht besonders interessieren. Und weil ich nicht die typische Shopping-Queen und Schnäppchen-Jägerin bin. Umso dankbarer bin ich AW, die mich mit auf die Reise genommen und meinen Horizont erweitert hat.



Im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, wie wichtig und wohltuend der Abstand zum Alltag und den eigenen vier Wänden ist. Weil das nicht immer so war, schätze ich es umso mehr, dass ich inzwischen meine Systeme schnell runterfahren kann. Natürlich hilft die erste Dose Prosecco morgens um 10.30 Uhr auf der Autobahn auch dabei!




Maastricht ist eine der ältesten Städte der Niederlande und besitzt eine überaus gepflegte und gut erhaltene Altstadt. Mich fasziniert, dass die größtenteils autofreie Innenstadt komplett mit sehr schönem, groben Kopfsteinpflaster ausgelegt ist. Man beachte auch die runde Straßenecke.
Fahrräder allerorten und gemütliches Korbstuhl-Straßencafe-Feeling. Wenn man aus dem Schneematsch des Siegerlandes kommt, staunt man nicht schlecht. Das Lebensgefühl, der Puls einer fremden Stadt und die ganze Atmosphäre - für mich als, NORMALERWEISE WIRKLICH SELTEN verreisender Mensch, ein Potpourri aus Eindrücken, den es erstmal zu verarbeiten gilt.



Ich habe nicht mitgezählt, in wievielen Läden wir insgesamt gewesen sind, aber es waren sicherlich mehr, als ich sonst in einem ganzen Jahr aufsuche... Es hat Spaß gemacht, den Mädels bei ihrem Klamotten-Stöbern zuzusehen und selbst von jeglichem Druck entbunden zu sein, da meine Größe sowieso nicht auf der Stange hing. Was auch bei Dicken immer geht sind ja Schuhe und Accessoires: Deshalb freue ich mich über einen  wunderschöner Sternen-Loop und schwarze Biker-Boots.





Erholung in einem besonderen Cafe im Stadtteil Wyck: Zondag - das mich an den Charme Marburger Studentenkneipen erinnerte und neben einem interessanten Publikum auch das kleinste Klo der Welt zu bieten hatte. Die Deko war schräg, aber geil. Außerdem hingen dort die gleichen Lampen, wie wir sie zu Hause in der Küche haben. So hinterwäldlerisch scheinen wir dann doch nicht zu sein!






Zurück über die historische Sint Servaasbrug: So charakteristisch wie der Eifelturm für Paris ist, so steht diese Brücke für Maastricht.

Einchecken im Hotel Mabi:
Bis 1994 war dies noch ein Kino. Das spiegelt sich natürlich im Interieur wieder: Bilder von Schauspielern, Filmplakate und kleine cineastische Accessoires huldigen der Vergangenheit des Gebäudes. Froh über unser schönes Zimmer - der Titanic-Raum - haben wir, die Muttis vom Lande (die frisch gestärkte Bettwäsche bewundern) - relaxt. Nur für sich selbst verantwortlich sein. Sehr entspannend.


Da man Donnerstag Abends bis 21 Uhr shoppen kann, ging es nochmal auf die Piste, über einen enttäuschenden Weihnachtsmarkt und in ein nettes, kleines Restaurant. Unterwegs sind wir an der Werkstatt eines Geigenbauers vorbei gekommen. Erfreulich geschmackvoll und im Dunkeln natürlich besonders stimmungsvoll war die Weihnachtsdeko der Stadt.



Und dann, zu meinem großen Entsetzen, lagen wir brav um 22.30 Uhr in unseren Betten und meine Mitreisenden (allesamt jünger als ich) sind EINGESCHLAFEN! Darüber komme ich immer noch nicht hinweg. Aber egal - so haben wir den Preis für eine Übernachtung mit fast 10 Stunden Schlaf ja bestmöglich genutzt. Das Frühstück am nächsten Morgen wäre für mich ein größerer Genuss gewesen, wenn ich nicht von meinem fürchterlichen, allergischen Hausstaubschnupfen geplagt gewesen wäre.

Der Markt Freitag Morgens ist riesig groß (mehr als 375 Stände sagt Google) und abwechslungsreich. Dort habe ich auch erfreulicherweise noch ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin erstanden. Das Abschluss-Shopping war für alle noch mal ergiebig, doch die Krönung des gesamten Maastricht Aufenthaltes bestand aus meiner Sicht im Genuß eines Stückes "Ristretto-Cheesecake" und einem Glas Chaipuccino.


Besonders daran war nicht nur der kurze Genuß des Gaumens (und die langanhaltende Wirkung auf den Hüften), sondern dass sich dieser Geschmacksorgasmus im Cafe einer Buchhandlung ereignet hat, die genialerweise in einer Kirche untergebracht ist. Somit vereinten sich himmlischerweise meine Leidenschaft für Gott, Bücher und Kohlenhydrate in einer irdischen Allianz. Das ist Gnade.

What a life! Was geht es mir gut. Ich kann`s echt nicht kapieren. Ich kann nur staunen, dankbar sein und mich daran freuen. Es gibt ein Zitat dazu, es fällt mir nur gerade nicht ein. Ich hoffe, ich finde es wieder und werde es dann noch nachtragen.


Vorher hatte ich in einem Post über diesen Trip als dekadent und sinnfrei (bitte nicht verwechseln mit sinnlos) geschrieben.
Dekadent - ja. Denn es ist ein Privileg, ein Luxus, nicht selbstverständlich.
Sinnfrei - nein. Denn es macht Sinn, Zeit mit Menschen zu verbringen, mit Freundinnen und Schwestern. Es macht Sinn,  sich daran zu erfreuen, dass man sich gemeinsam an etwas erfreuen kann. Es macht Sinn, in Beziehungen und Freundschaften zu investieren. Denn: für uns alle stand die gemeinsame Zeit im Vordergrund. Ungestörter Austausch über momentane Gedanken, Gefühle und Lebenssituationen.



Wir fahren auf dem bunten Karussell des Lebens. Eine Runde nach der anderen. Manchmal macht es Spaß, manchmal nicht. Für die eine dreht es sich zu schnell, für die andere zu langsam. Manchmal möchte man anhalten und aussteigen. Ein anderes Mal sitzt man auf dem unbequemen Fahrrad und beißt die Zähne zusammen und hält die Runde durch, auch wenn´s weh tut. Man kann aber auch mitfahren, jammern und quatschen obwohl man weiß, wie froh man eigentlich über die Fahrkarte sein sollte. Und das man ja auch mal das Gefährt wechseln könnte. Um eine andere Perspektive zu bekommen. Denn es macht wahrscheinlich einen Unterschied, ob man im Panzer oder im Cadillac unterwegs ist. Dann gibt es die, die momentan scheinbar mühlos auf dem hübschen Pferdchen hin und her geschaukelt wird. Und die ihre Runde genießen kann und darf. Vielleicht weil sie Glück hat. Unverdientes Glück. Geschenktes Glück. Vielleicht weil sie lange Zeit für den Platz auf dem Pferdchen kämpfen musste. Nicht aufgegeben hat. Und sich hat helfen lassen, weil sie alleine nicht hinaufgekommen wäre. Weil sie sich bewußt für das Pferdchen entschieden hat. Vielleicht liegt es auch an den Tabletten gegen Reiseübelkeit, die es erst ermöglichen, dass die Fahrt auf dem Karussell Spaß macht. Wenn dem so ist - was soll´s?!



Adventstagebuch

1. Erstmal aufgeräumt. Die Spuren meiner ca. 30 stündigen Abwesenheit beseitigt.
2. Mich an meinen Kindern erfreut, bis sie mich nach gefühlten 30 Minuten wieder auf die Palme gebracht haben.
3. Mit meinem besten Freund gespielt, was in diesem Fall bedeutet: Unser Familien-Weihnachtsgeschenk (und mein größter Wunsch) ausprobiert. Was es ist, wird natürlich erst nach Weihnachten verraten.
4. Zur Abwechslung noch mal mit meiner Schwiegermutter Sekt getrunken und ihre Gesellschaft, sowie den kurzen Besuch der Frau des besten Freundes genossen.
5. Plätzchenteige und Apfelbrotmasse vorbereitet. Zwischendurch "Schlag den Raab" geschaut.

Freitag, 14. Dezember 2012

14. Dezember


Impressionen aus Maastricht


Altstadt

Weihnachtsshopping

Selexyz Dominicanen
Selexyz Dominicanen
Maas

Cafe Zondag


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Adventstagebuch

1. Ausgiebiges und leckeres Frühstück im stilvollen Ambiente des Mambi-Frühstückssaals.
2. Aus-checken und Maastricht nochmal entdecken.
3. Auch ich finde beim Shoppen noch was: Schuh-Schnapp für 20€ und einen Sternen-Loop.
4. Krönender Abschluss: ein Chaipuccino und ein Stück Ristretto-Cheesecake im Bücherhimmel: Eine Buchhandlung in einer wunderschönen, alten Kirche mit integriertem Café - what a life!
5. Behütete Heimfahrt und beglücktes Wiedersehen mit meiner Familie.


Donnerstag, 13. Dezember 2012

PS:

Sollte ich von diesem völlig unnötigen und sinnfreien Vergnügungstrip nicht wieder kommen
 - der aufmerksame Leser erinnert sich an meine Abschiedsrede vor dem Englandtrip -
dann, liebe Freunde, seid gewiß:
Ich bin nur nach Hause gegangen.

13. Dezember

Jetzt ist sie weg und sie sind wieder allein, allein...
Aus purer Dekadenz und trotz völligem Unverständnis meiner Mutter:
Ich tu´s schon wieder!
Heute fahre ich mit drei liebenswerten, schönen und witzigen Frauen weg.
Ja, weg. Mitten in der Woche. In der Vorweihnachtszeit. Einfach so.
Ein Roadmovie? Zu viert im Polo... Vielleicht, mal sehen, was so passiert.
Warum? Muss denn alles immer einen Grund haben?
Weil es schön ist! Spaß macht! Gut tut!
Hier geht´s hin: http://www.hotelmabi.nl/
Und dann: shoppen, sightseeing, süßes Nichtstun...
und natürlich: reden, reden, reden.
Dabei Kaffee trinken und den ein oder anderen Sekt!
Wer Kinder hat weiß es: Verantwortung lässt einen altern, zu ernsthaft werden
und manchmal vergißt man, wer man einmal war. Was in einem steckt.
Deshalb schon mal vorab: Fetten Dank an die Initiatorin, Mrs.Lebenskünstlerin herself....
Du bist anders als die meisten. Du bist besonders. Du bist interessant, intelligent, kreativ und mutig. 

Kerstin Hack, Kalender "Swing" 2012 Dezemberbild

Ich habe aber auch ein wenig Angst. Vor mir selbst. Schnell fühle ich mich ausgegrenzt. Nicht dazu gehörig. Anders. Bin empfindlich und stehe mir selbst im Weg. Und den anderen dann auch.
Erinnerungen kommen hoch: Gefühle aus vergangenen Zeiten. Wo ich noch so unsicher war. Abhängig von der Meinung anderer über mich. Wo ich unbedingt gefallen wollte, reinpassen in die Gruppe. Ich bin ja auch eher unbequem, oft nicht kompatibel und außerdem: ich schnarche!
In Gruppen - und seien sie noch so klein - fühle ich mich oft wie das fünfte Rad am Wagen (zum Glück sind wir nur zu viert). Mir liegen eher die 1:1 Gespräche, die tiefgründigen, schweren Gedankengänge. Selten witzig. Das Kind in mir erinnert sich...
Zitat Christina Brudereck:
Liebe deine Nächste, sie ist wie du. 
Wie du so schön und so unsicher.
Wie du so begabt und so allein.
Wie du so klug und so fein.
Wie du so angewiesen auf eine, 
die so ist wie du.

Mal sehen wie es wird. Mit mir selbst. Ob das, was ich in letzter Zeit meine gelernt zu haben, auch trägt?

Mittwoch, 12. Dezember 2012

12. Dezember


nichts ist gelber als gelb selber

Adventstagebuch

1. Meinen Haushalt auf meine baldige Abwesenheit hin vorbereitet.
2. Sehr viel Geld in einer Buchhandlung gelassen.
3. Erbsensuppe gekocht.
4. Meine Vor-Freude und Vor-Sorge schriftlich beim Bloggen verarbeitet.