Freitag, 13. Dezember 2013

Lebens-Adventskalender Tag 13

Heute mache ich es mal anders herum: Ich schreibe am Beginn des Tages, ohne zu wissen was er bringen wird, welche Überraschungen das Leben heute für mich bereit hält.

Ich habe gerade ein Bild hochgeladen, dass max. 5 Minuten alt ist! Ein Ritual, ein Stilleben am frühen Morgen: Wenn meine Jungs aus dem Haus sind setze ich mich mit einem Kaffee an den Esszimmertisch. Der Ofen bullert, langsam schwindet die Müdigkeit aus meinem Kopf und ich freue mich auf die Zeit, die ich jetzt für mich alleine und mit Jesus habe. Normalerweise eine halbe Stunde, denn dann muss ich unsere Jüngste wecken. Die darf heute aber länger schlafen, hat erst zur 2.Stunde Schule - also habe ich mehr Zeit für mich. Wie immer hilft mir mein Kater beim Beten. Während er sich von mir streicheln und kraulen lässt, kann ich wunderbar mit Jesus sprechen:
Ich befehle ihm ein Geburtstagskind an; die Englischprüfung meines Ältesten; die Zeit, die ich heute mit meiner Mutter verbringen werde; die OP meiner Tante; meine Freundin, für die ich gerade einen Brief geschrieben habe und noch einiges mehr. Ich lese den Text meiner Bibellese, die Auslegung im Andachtsheft dazu und einen Psalm.

Jetzt sitze ich am PC und halte diesen Moment fest. Es gibt mir Kraft zu wissen, dass der Herr, der allmächtige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, bei mir ist, mit mir ist und in mir ist. In dem Psalm, den ich vorhin gelesen habe heißt es: Schau doch her! Antworte mir, Herr, mein Gott! Lass meine Augen bei deinem Anblick glänzen! (Psalm 13)
Ich bitte Gott hinzusehen. In mich hinein, auf mein Leben und die Anliegen, die ich ihm genannt habe. Ich fordere Gott heraus mir zu antworten. Ich erwarte das er redet, mir Gedanken, Gefühle, Eindrücke, Impulse oder Bilder schenkt. Und ich bitte ihn darum, dass er meine Augen zum glänzen bringt.
Ich möchte von innen heraus strahlen, durchlässig sein, transparent - damit er durch mich hindurch sichtbar wird. Dazu müssen meine Augen allerdings auf ihn gerichtet sein. Nur wenn ich Jesus anschaue kann es hell werden in mir. Natürlich sehe ich ihn nicht körperlich. Aber ich  peile ihn an, suche ihn. So wie ein Handy beim Einschalten nach dem Netz sucht und die Balken für den Empfang langsam stärker werden. Dann kann man damit telefonieren und auch Gespräche empfangen.
So verstehe ich meine Zeit morgens mit Gott. Ich "schalte ihn ein", bitte ihn mich empfänglich zu machen, seine leisen Töne zu bemerken. Manchmal "vibriert" irgendetwas in mir, manchmal bekomme ich eine Textnachricht, seltener ein Bild geschickt.
So, dass waren meine Gedanken zum Freitag, den 13.! Meine Zeit ist abgelaufen, der Tag kann kommen und ich werde jetzt meine Tochter aus dem Reich der Träume zurückholen.

4 Kommentare:

  1. Ich sehe deine Augen ja nur virtuell und im übertragenem Sinne, aber heute habe ich durch dich und deine Gedanken Gottes Glanz gesehen.
    Danke für das Bewusstsein machen auf Empfang zu gehen.
    Liebe Grüsse Maja

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    1. Hallo Maja, das macht mich froh! Danke für deine wertschätzendes Feedback. Bei Gott haben wir eine all-inclusive-Flatrate, bleib also dran! Inge

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